Things I definitely can’t do…

Category : Sinah Blah, Yoga
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Hey ihr Lieben,
ok ich bekenne mich schuldig… Absolut schuldig! Ich poste und verbreite hauptsächlich solche Fotos auf denen ich mich gut aussehend finde und Dinge zeige, die ich beherrsche. Das Natürlichste der Welt würde ich sagen. Warum würde ich mich auch nicht gut darstellen wollen?
Aber ab und an bin ich es satt, dass Social Media keinen Platz für Fehler, Unschönheiten und Imperfektionen hat. Sind es nicht genau dieseleben, die uns zu dem machen, wer wir sind?
Es gibt schon einige Instagram Accounts, die durch ihre „Unschönheiten“ berühmt geworden sind, wie beispielsweise mein absoluter Lieblingsaccount von der australischen Comedy Queen Celeste Barber. Unbedingt anschauen, ich habe bereits Tränen gelacht.
Apps wie „Snapchat“ versuchen, durch das Konzept, dass die „Snaps“ wieder komplett aus dem Netz gelöscht werden, Hässlichkeit zurück ins Internet zu bringen. Die Scham vor Peinlichkeiten, die für immer und ewig im World Wide Web bleiben könnten, soll dadurch getilgt werden. Leider wird diese wahrlich wundervolle Idee von den meisten Bloggern als ein neues Tool, sich noch besser darzustellen, missverstanden. Durch kleine Video Clips von den schönen Dingen, die sie erleben dürfen oder einem Selfie Video, auf dem sie lang und breit von ihrem Tagesablauf erzählen. Einfacher und aktueller als Youtube, aber ursprünglich anders gedacht. Glücklicherweise darf das ja Jeder für sich entscheiden. Mich persönlich überfordert die etwas unübersichtliche App Snapchat so sehr, dass ich es nach nur ein paar Tagen aufgegeben habe.
Ich muss gestehen, ich kann viele Yoga Asanas eher überdurchschnittlich gut, da ich relativ stark bin und zusätzlich beweglich. Eine gute Kombination für schwierige Armbalancen oder Rückbeugen.  Aber wer schon öfter bei mir in meinen Kursen war oder mich persönlich kennt, weiß dass ich so einige Dinge einfach nicht kann. Dazu habe ich euch hier mal meine sechs Favoriten zusammengestellt.

1. Hocken


Ich kann mich einfach nicht ganz hinhocken, konnte ich noch nie. Ist wohl eine Kombination aus einem eher pompösem Gesäß, welches mich nach unten zieht und eher kurzen Achillessehnen. Egal wie viel ich gedehnt habe in meinem Leben, das wird wohl so bleiben.

2. Sitzriese – Sinah

Meine Statur ist eher die eines Sitzriesen, wie die geliebte Mama mich gerne nennt. Langer Oberkörper mit kurzen Armen und Beinen – daher komme ich beim Sitzen mit den Händen nicht auf den Boden. Was das überhaupt ausmacht?  Die Yoga Form Ashtanga wird für mich wohl immer ein unlösbares Rätsel bleiben.

3. Hüftöffnung

Wiedermal etwas, was mich zur eher untypischen Tänzerin macht, da ich gerade mal 100° Auswärtsdrehung in der Hüfte habe. Egal wie viel ich mich dehne und stärke, wird sich das leider nicht mehr ändern. Wohl das körperliche Merkmal, welches ich am liebsten tauschen würde.

4. Klimmzüge
Wie soll das funktionieren? Ich wurde mit meinem eher breiten Kreuz und starken Armen schon öfter als Schwimmerin bezeichnet und nicht als tanzende Yogini – ein Klimmzug ist mir jedoch trotzdem ein Rätsel. Hier mein kläglicher Versuch und wie weit ich dabei gekommen bin. ABER, mit Training würde ich das im Gegensatz zu den anderen Dingen noch lernen. Ich bin dran und ihr seid die Ersten, die es erfahren werden.

5. Adho Mukha Svanasana

Wie oft hast du das Gefühl, dein herabschauender Hund ist erst komplett, wenn deine Fersen am Boden sind? Meine kurzen Achillessehnen wie unter 1. bereits erläutert, machen mir das äußerst schwer. In 95% meiner herabschauenden Hunde (geht das so im Plural?) sind meine Fersen eindeutig weg vom Boden. Das ist auch egal: jeder Körper ist unterschiedlich und im Endeffekt ist dieses Asana nur dadurch charakterisiert, dass man auf allen Vieren mit möglichst gestreckten Armen und Beinen den Po in die Höhe. Alles Andere ist nebensächlich.

6. Schulter- und Brustöffnung

Wie ein Fisch der auf dem Land zappelt, fühle ich mich wenn ich versuche meine Hände hinter dem Rücken zu greifen, wenn links oben und rechts unten ist. Auf der anderen Seite ist das kein Problem. Auch eine der Dinge, die sich mit Übung verbessern würden, jedoch wird es wohl immer ein Defizit geben auf einer der beiden Seiten, da ich schon mehrmals Probleme mit dem Schultergürtel und Nacken hatte.

Fazit: Jeder Körper ist anders und kann andere Dinge, von Geburt an! Der Lotus im Yoga wird etwas sein, dass ich nie und nimmer schaffen werde ohne mir die Hüften zu brechen. Also lasst euch nicht einschüchtern durch die ganzen Yogis und vermeintlich perfekten Athleten in Social Media, sie alle können bestimmte Dinge überhaupt nicht. Sie zeigen es nur, genauso wie ich, ungern.
Happy Sunday aus Norwegen…
Deine Sinah