Monday Blah – AHIMSA

Category : Sinah Blah
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Hallo ihr Lieben,
es geht wieder in eine neue Woche und mal wieder gab es eine Tat, die angetrieben durch komplett unberechtigten und sinnfreien Hass das Leben vieler Menschen gekostet hat. Ich verstehe das nicht?
Das einzig Schöne, dass man beobachten kann, ist die Tendenz in Social Media auf solchen Hass mit Liebe zu begegnen. Was soll man sonst machen? Noch mehr Hass schüren? Das dient absolut niemanden…

Die kleinsten Dinge, die du mit Liebe tun kannst, werden die Welt zu einem besseren Ort machen.
Ich glaube nicht, dass die Welt schlecht ist, dass es mehr Hass als Liebe gibt. Es wirkt nur gerne so, da Taten aus Liebe keine Schlagzeilen machen und das kann man an sich auch niemanden übel nehmen.
Ich muss mich auch jeden Tag aufs Neue an die eigene Nase fassen und überlegen, ob es nötig ist sich über jemand anderen aufzuregen, auf meinem Recht zu beharren (was wir Deutsche wirklich meisterhaft können), rumzuschimpfen über Mitmenschen, vom Schlimmsten ausgehen, wenn mich jemand vermeintlich ungerecht behandelt und vieles mehr.
Im Yoga gibt es die Do’s und Dont’s, genannt Yamas und Niyamas.

Das wohl bekannteste ist AHIMSA – keine Gewalt.
Diese kleine Idee, denn es ist kein Gebot oder Regel, kann man interptretieren wie man möchte. Viele Yogis interpretieren es für sich vegan zu leben oder für dich kann es auch heißen, niemanden grundlos ins Gesicht zu schlagen. Yoga lässt dir den Raum, den Begriff Gewalt für dich zu interpretieren und inwieweit du sie vermeiden möchtest. Ein wahrlich wundervolles Konzept, denn die Doktrine, die in den großen Weltreligionen dir auferlegt werden sind im Grunde mit dem Selben Hintergrund versehen, fühlen sich doch selbst wieder fast brutal an, da sie alle ein „darf nicht“, „muss“ und Drohungen in sich enthalten.Wie verstehe ich Ahimsa? Für mich bedeutet Ahimsa, dass ich mir meiner Taten bewusst werde und bin und mit der Intention handle, niemanden Schaden zuzufügen und sogar Gedanken, die keinerlei positiven Nutzen für diese Welt haben, zu vermeiden.

Was heißt das konkret?
Ich esse bekanntlich Fleisch, jedoch versuche ich großteils fleischlos zu essen und wenn ich mich für Tier entscheide, dies bewusst und möglichst artgerecht zu tun. Ich bin da sicher nicht immer perfekt, nicht ansatzweise, aber ich versuche mich bewusst für „gutes“ Fleisch zu entscheiden, zahle gerne die paar Euro mehr für ein Lebewesen, wenn es nicht aus der Massentierhaltung kommt. Mit Respekt vor dem Leben, mit Hinsicht darauf, dass wir schon immer tierische Produkte gegessen haben und das meiner Meinung nach auch natürlich ist, einfach ein wenig mehr zahlen und damit auch meinem Körper etwas Gutes tun. Meinem höchsten Gut. Das auch nur 1 mal im Monat anstatt mehrmals wöchentlich oder sogar täglich.

Ich schimpfe unendlich gerne im Auto über andere Fahrer!
Aber mal ehrlich, wer tut das nicht? Braucht an sich wirklich kein Mensch, jedoch versuche ich das immer mehr zu lassen. Entspannt zu fahren, andere vor zu lassen, nicht auf meinem Recht zu beharren, denn am Ende komme ich wahrscheinlich glücklicher und maximal 3 min später an meinem Ziel an.
Ahimsa heißt nicht nur keine Gewalt gegenüber anderen Menschen und Tieren, sondern auch gegenüber dir selbst. Dich um deinen Körper und deinen Geist kümmern, dass es dir gut geht und du glücklich bist. Was für eine wundervolle Idee! Denn wir sind oft nicht besonders gut zu uns selbst und ich glaube fest daran, wenn man glücklich und zufrieden mit sich selbst ist, kommt man nicht auf die Idee mit einer Pistole grundlos auf hilflose Menschen zu schießen, die sich getroffen haben, um zu feiern und einen schönen Abend zu haben und dabei zu ihrem persönlichen Lebensstil zu stehen.

Für mich heißt AHIMSA: ich hinterfrage meine Taten und Gedanken, ob sie in irgendeiner Weise einen positiven Nutzen für mich und meine Umgebung haben oder ob ich im weitesten Sinne Gewalt anwende, wovon die Welt nicht noch mehr braucht… 

Namasté
Deine Sinah