Yoga

Ich hatte nie wirklich ein Ziel in meinem Training. Ich komme aus Sportarten wo es hauptsächlich um die Qualität der Bewegungen geht, daher ist mein Ziel in meiner Praxis genauer zu sein, definierter, gleichzeitig mehr Leichtigkeit zu kreieren und immer neue Wege zu finden um Asanas zu verbinden, einzuflechten und jeden einzelnen Aspekt von Atem, Muskeln, Energie und Philosophie in das wundervolle Konstrukt von Yoga einzuweben.

Meine Liebe für Yoga kam eher unerwartet…

…schleichend und über Umwege, aber dafür umso intensiver. Mittlerweile ist Yoga eine wunderschöne Philosophie nach der ich immer wieder neu lerne und übe zu Leben – ein lebenslanger und spannender Prozess. Yoga schafft es immer wieder mich zu erden, eine Quelle für neue Energie zu sein und gibt mir ein Wohlgefühl in Körper und Geist, welches in einem turbulenten Alltag ohne Routine oft verloren geht.

Über mehrere Zufälle bin ich in das Yogalehrer-Dasein gestolpert und habe wie Alice im Wunderland etwas entdeckt, was ich so nicht erwartet hatte.

Wie wohl die meisten Menschen im Westen, bin ich über die körperliche Komponente zum Yoga gekommen – ich habe mich sogar mit dem Satz „ich will nur als durchtrainierte Brezn’ wiederkommen“ zu meinem ersten Yoga Teacher Training auf Bali angemeldet.

Das Training war natürlich ziemlich genau das Gegenteil: viel Philosophie, Hintergrundwissen und Praxis, die ganz  zurück zu den Wurzeln ging. Ich habe dort das erste Mal erfahren, wie es ist in einer Meditation über einen längere Zeit stillzusitzen und habe mich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell in den spirituellen Teil von Yoga verliebt.

“When we love, we always strive to become better than we are. When we strive to become better than we are, everything around us becomes better too.” 
– Paulo Coelho, The Alchemist

Ich bin immer noch ein sehr körperlicher Mensch, liebe eine anstrengende Praxis mit herausfordernden Asanas, übe Armbalances und immer mehr Handstände, aber genieße die meditative, tiefere Seite von Yoga genauso. Das spiegelt sich auch in meinen Yoga Stunden wieder: ein ruhiger meditativer Einstieg, sanfte Erwärmung gefolgt von Sonnengrüßen, kreativen Namaskars und das Hinleiten zu herausfordernden Asanas. Danach geht es langsam zurück Richtung Boden mit Rückbeugen, Vorbeugen, Umkehrhaltungen und dem eigentlichen Grund warum wir alle Yoga lieben: Savasana.

Jede Stunde ist ein Einzelstück, denn ich versuche mich voll auf dich einzulassen und mich ganz durch die Menschen in meiner Stunde inspirieren zu lassen.

Mir ist es wichtig Hitze im Körper zu generieren, mehr Raum in den Gelenken und der Wirbelsäule zu schaffen, die inneren Organe anzuregen, Leber, Niere und Darm mal eine kleine Massage zu schenken und die Selbstheilungsprozesse des Körpers aktivieren. Die Meditation und Konzentration auf den Atem lassen dich Achtsamkeit und Präsenz üben und Stress gezielt reduzieren. Neben einer anatomisch sicheren Ausführung der Übungen lasse ich gerne Spielraum für das gute Gefühl, welches kommt, wenn man dem eigenen Körper die Möglichkeit gibt ein Asana für sich kennenzulernen und zu verändern.

Mein Yoga Stil ist sehr fließend, durch meinen tänzerischen Hintergrund und mein zweites Teacher Training in Liquid Flow Yoga inspiriert. Die Praxis wird musikalisch von Ben Howard, über Max Richter zu Tupac untermalt. „Sich zu Musik zu bewegen ist uns von Natur aus gegeben, der Körper entspannt automatisch und schwingt zu den groovigen Beats mit.“ In der sogenannten „Spielzeit“ nach dem Flow lade ich gerne zu schwierigeren Armbalances und Asanas ein: raus aus der Komfortzone und Kopf ausschalten: die eigenen Fähigkeiten testen und sich überraschen lassen, ganz sicher mit Partner oder Hilfsmitteln.

Komm vorbei, jede kann Yoga, denn Yoga erwartet absolut nichts von dir, außer einfach nur genau DU zu sein.

Mein bester Lehrer im Jahr 2018 war bisher mein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. Ohne Yoga hätte ich die doch schwierige und auch schmerzhafte Phase am Anfang nicht so positiv überstanden und sehe es mittlerweile als ein Geschenk. Denn was man durch solche Einschränkungen lernt, wenn der Körper mal nicht mitmacht, ist unglaublich, besonders für einen physischen Menschen wie mich. Ich kann es kaum erwarten wohin die Reise mit Yoga mich noch bringen wird.

Vita

Seit 2003 Trainerin
2013 B.Sc in Wissenschaftliche Grundlagen des Sports der TU München
2013 Diplom in Tanzpädagogik der Iwanson International
2014 Praktikum und Training in New York City
seit 2014 eigenes System Ballet Barre Fitness in München
2015 Yoga Teacher Training in Vinyasa Krama auf Bali
2017 Yoga Teacher Training in Liquid Flow Yoga mit Simon Park in Frankreich
2019 Advanced Yoga Teacher Training in Liquid Flow Yoga mit Simon Park in Frankreich