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Ernaehrung, Coaching, Bewegung by Sinah

The 9 Best Yoga Poses – that never make it onto Instagram

Hey ihr Lieben,

wir alle kennen diese schönen Yoga Posen im Sonnenuntergang, am Strand, in der urbanen Stadt oder im Schlafzimmer, die einfach toll aussehen… Und nicht zuletzt durch meinen Instagram Account. Warum auch Fotos posten, die unvorteilhaft sind, uninteressant oder einfach nichts her machen. Hier wollte ich euch ein paar Yoga Haltungen vorstellen, die ganz fantastisch sind, aber es leider nie auf Instagram schaffen, da sie sehr unspektakulär sind oder einfach scheiße aussehen. Ich dachte mir, um das ganze noch schöner zu machen, gibt es sie auch noch im Bikini direkt aus Kapstadt.

Für euch unterhaltsam, für mich eine Art Therapie endlich sich von diesen albernen Schönheitsidealen zu lösen… Letztes Jahr hier in Kapstadt hatte ich etwas mehr auf den Rippen und war dann irgendwann in einem Teufelskreis aus mehr essen, weil ich unzufrieden war und unzufriedener werden, da ich mehr gegessen habe. Das mag für den Außenstehenden nicht so gewirkt haben, aber ich habe mich unendlich unwohl gefühlt in meinem Körper vor allem neben all den Models hier, die größer und schlanker waren. Dieses Jahr hab ich mir vorgenommen es anders anzugehen…

Ich habe schon in Deutschland gesünder gelebt, vor allem durch die „HappyMindBodyChallenge“ und habe ohne Verbote oder Diät etwas abgenommen. Einfach nur, weil ich gut zu mir war, glücklich und meine Verdauung gut lief. Bisher klappt es echt gut… mal gibt es einen Ausrutscher, wie bei dem Foto in meiner aktuellen Story, wo ich aussehen wie ein Walross, da es so ein unglücklicher Moment war. Aber dann lache ich wieder über mich und denke mir: Ich bin gesund. Ich bin stark. Mein Körper kann so unendlich viel. Ich bin glücklich. Ich darf das Leben führen, welches ich mir wünsche. Mir fehlt es an nichts.

Warum verdammt hänge ich mich dann an einem flachen oder nicht so flachen Bauch auf? Kurzen eher starken Beinen? Einem breiten Kreuz? Sehr muskulösen Oberarmen? Ist das nicht komplett bescheuert?

Ich weiß, dass sich sicher den einen oder anderen vor den Kopf stoße, wenn ich mich über meinen Körper beschwere, da es lächerlich wirken mag. Aber uns Frauen wird das nunmal den ganzen lieben langen Tag beigebracht, dass wie aussehen sollten wie Victoria’s Secret Models. Wer zur Hölle sieht schon so aus? Naja, ehrlich gesagt schon die eine oder andere Lady hier am Strand. Aber wisst ihr, was ich dann versuche anstatt neidisch zu sein und mir zu denken, dass sie ja sowieso nicht isst? Ich versuche mich an ihrem schönen Körper zu freuen und eher wie ein Mann zu gaffen anstatt wie eine „backstabbing bitch“ schlecht über diese Frau zu denken. Wir Frauen/Mädchen (für dich Mama) müssen doch zusammenhalten! Uns an den unterschiedlichen Formen der Weiblichkeit erfreuen anstatt uns gegenseitig runterzumachen. Das können wir doch alle selber am Besten…

Jetzt aber endlich zu diesem Yoga Haltungen nach diesem Sinah Blah.

Du kannst diese Haltungen als Yoga Praxis zu Hause eine nach dem anderen machen. Für 5 – 10 Atemzüge halten und sehen was passiert. Vielleicht nicht spektakulär anzusehen, aber umso spektakulärer für deinen Körper und Geist.

TADASANA

Die Berghaltung ist eine Haltung, die wohl in jeder Yoga Stunde vorkommt und oft unterschätzt wird, in ihrer Komplexität und Schönheit. Mein Lehrer Simon sagt, wenn man Tadasana gut unterrichten kann, kann man Yoga unterrichten. Einfach stehen, mit einer korrekten Ausrichtung, kraftvoll, ruhig und mächtig, wie ein Berg…

URDHVA HASTASANA

 

Dies ist die zweite Haltung aus dem klassischen Sonnengruss und wird erst nach wohl schon unendlich vielen Wiederholungen eine Haltung, die mehr und mehr Sinn für meinen Körper macht. Die Arme über den Kopf heben ohne die Ausrichtung von Tadasana zu verlieren ist wahnsinnig schwer. Für die meisten Menschen ist es aufgrund von einer schlechten Beweglichkeit in den Schultern nicht möglich die Arme hoch zu heben ohne ins Hohlkreuz oder ähnliche Ausweichhaltungen zu gehen. Probier es mal an der Wand: Fersen, Po, Schulterblätter und Hinterkopf berühren die Wand, dann hebe die Arme in einem großen Kreis über den Kopf ohne die Kontaktpunkte zu verlieren. Puh!

LOW LUNGE mit Psoas Stretch

Dauernd hört man in Yoga, dass man den Psoas oder Ilopsoas stretch, ich selber sage das auch immer wieder gerne. Dann kommt zwischen durch mal die Frage „der wer?“ Also, die beiden Muskel Psoas und Iliacus sind unsere Kraftvollsten Hüftbeuger. Sie laufen zuerst getrennt voneinander und vereinen sich dann in ihrem Ansatz zum Iliopsoas. Dieser Muskel setzt innen an deiner unteren Wirbelsäule an, läuft einmal quer durch deinen Körper durch, durch den Darm, die Nieren sitzen darauf und setzt dann innen am Oberen Oberschenkel an. Das ist eine sehr vereinfachte Darstellung, aber nur, dass ihr euch besser vorstellen könnt wo der so ist. Dieser Muskel ist oft wahnsinnig verkürzt, durch vieles sitzen und eine schlechte Haltung, da er dauernd komprimiert wird. Durch seine sehr tiefe Lage ist es gar nicht so einfach, ihn zu stretchen, aber umso wichtiger. Es bräuchte einen ganzen Blogbeitrag über diesen Muskel, was auch bereits auf meiner To-Write Liste steht. Dieser niedrige Ausfallschritt mit einer Art „Katze“ in der Wirbelsäule und Bauchnabel nach innen-oben saugen erwischt perfekt den Ilipsoas und ist daher einer meiner derzeitigen Lieblingsasana.

DANDASANA

Hier nochmal dasselbe wie bei Urdhva Hastasana, nur dieses mal im Sitzen und wohl noch schwieriger. Meistens muss man hier die Beine etwas beugen oder sich auf eine kleine Erhöhung wie ein Kissen oder eine Decke setzen, denn wer kann schon mit geradem Rücken sitzen, wenn die Beine ausgestreckt sind. Ich habe sehr weiche Beinrückseiten und trotzdem ist „der Stock“ immer wieder eine Herausforderung für mich. Versuch es mal und weiche nicht aus: sauge die untersten Rippe sanft nach innen, finde deine Sitzbeinhöcker, roll die Oberschenkel leicht nach innen und aktiviere deine Beine. Versuch es vielleicht erst mit den Armen neben dir aufgestellt und dann heb dir Arme. Das nenne ich mal Bauchmuskeltraining und viel gesünder und effektiver als Crunches. 

PASCHIMOTTANASANA

Wer Dandasana sagt, muss auch Paschimotanasana sagen.  Auch eine Haltung die wohl in den meisten Sportstunden, Yoga Klassen oder ähnlichem gemacht wird und auch mindestens genauso unangenehm für die meisten ist. Diese Haltung war auch bis Mitte diesen Jahres seit Ewigkeiten meine „Hass-Haltung“, aber sie hat unendlich viele positive Effekte auf den Körper neben der Dehnung der ganzen Rückkette: massiert deine innere Organe, aktiviert dadurch eine Leber und Nieren, beruhigt deinen Geist, verbessert deine Verdauung (niemals unterschätzen, wie wichtig eine gesunde und funktionierende Verdauung und Darm sind!), hilft bei Kopfschmerzen, reduziert Müdigkeit und Stress… Und das ist noch nicht alles!

SETU BANDHA SARVANGASANA

Die Schulterbrücke ist auch ein absoluter Klassiker, aber sieht natürlich nicht so toll aus wie das volle Rad. Auch wieder etwas, was jedoch für die meisten nicht zugänglich ist am Anfang. Rückbeugen sind so unendlich wichtig und wunderschön, dass sie in keiner Yoga Stunde ausgelassen werden sollten. Die Öffnung der Vorderkette und Aktivierung der Rückseite holt uns genau aus den Haltungen raus, in denen wir den ganzen Tag rumhängen.

KUGEL, oder so…

Diese Haltung hat soweit ich weiß keinen fancy Sanskrit Namen, wird aber meistens am Anfang und am Ende einer Yoga Stunde als Aufwärmen und Gegenhaltung gemacht. Einigeln und sich selbst eine dicke Umarmung geben macht glücklich, löst Stress und Ängste auf und beruhigt dein komplettes Nervensystem. Einfach machen und fühlen.

HAPPY BABY

Wer liebt Happy Baby bitte nicht? Wenn das schon so heißt, kann es ja nur gut sein. Babies haben noch keine Ahnung was auf IG Posts gut aussieht, was sie machen „sollen“ um einen schönen Körper zu haben oder was man nicht macht, aber sie machen genau diese Haltung immer und immer wieder. Wir könne so unendlich viel lernen von Babies, Kindern und Tieren, denn sie sind unsere besten Yoga Lehrer oder auch Lehrer fürs Leben. Sie haben eine Verbindung zu Körper ohne den Kopf dauernd dazwischen zu schalten, sie fühlen noch was gut ist, probieren aus und folgen ihrer Intuition. Also, ab in Happy Baby für 10 Atemzüge und Auf- und Absteigenden Darm und unteren Rücken massieren.

SAVASANA

Aus irgendeinem unerklärlichen Grund habe ich gestern am Strand Savasana vergessen. Ai ai ai, aber wenn du schon einmal in einer Yoga Stunde warst, kennst du die Haltung auf die wir alle schon voller Vorfreude warten. Einfach liegen und entspannen, irgendwo zwischen schlafen und wach. Also los, hinlegen und NICHTS TUN!

Deine Sinah straight aus Kapstadt

 

2 Comments

  1. Miri
    Dezember 20, 2017

    Danke Sinah! Geiler Post! ;-D

  2. Dezember 20, 2017

    Hallo Sinah,
    Was für eine schöne Idee für einen Blogpost! Diese Asanas sind tatsächlich ja die ersten mit denen man beim Yoga in Berührung kommt. Schön also, wenn sie auch mehr Aufmerksamkeit erhalten!
    Zu dem Beginn deines Beitrags: ich kann es absolut nachvollziehen wie du dich gefühlt hast! Auch wenn man sich eigentlich sehr wohl in seinem Körper fühlt: Im Bikini am Strand ist es doch oft nochmal eine andere Sache… Auch wenn man es eigentlich ja besser weiß 🙈

    Liebe Grüße
    Melanie

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