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Ernaehrung, Coaching, Bewegung by Sinah

My journey to Yoga – a love letter Part I

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Meine neueste Lieblingsübung: Handstand

Das ist eine Liebeserklärung an Yoga…

Yoga ist mittlerweile einer der wichtigsten und präsentesten Teile meines Lebens – von einer Sportstunde zur Lebenseinstellung. Das ging natürlich nicht über Nacht, sondern drei unabhängige Zufälle haben mich dazu geführt und die möchte ich euch erzählen, vielleicht als Inspiration oder Motivation oder auch nur als eine Art Reflexion für mich selbst. Wer weiß…

Seitdem Yoga einen wirklich großen Teil in meinem Leben einnimmt hat sich viel verändert. Vielleicht nicht nach außen hin und sichtbar für Andere, aber in mir. Irgendwie hat Yoga mich mehr zu mir gebracht, mich gefestigt und die Welt, das Universum und wie wir leben ein Stück verständlicher für mich gemacht. Was Yoga für jeden Einzelnen bedeutet, ob Turnstunde, Beweglichkeitstraining, Lebensweg, Philosophie oder Wohlfühlprogramm, ist für mich eigentlich ohne Bedeutung, denn ich glaube fest daran, dass Mediation und Achtsamkeit heilen und glücklicher machen: uns zu besseren Versionen unserer selbst machen. Dinge die grundlegende Bestandteile einer Yogapraxis sind, egal aus welchem Aspekt man sie besucht.

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Üben, üben, üben…

Wann ich das erste mal in einer Yoga Stunde gelandet bin, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich glaube als ich 2011 im Fitness First in der Kaufingerstr. gearbeitet habe bin ich mal zum Testen in einen Kurs gegangen – ich weiß nur, es hat mich gefallen aber ganz verstanden, was da so genau passiert, hatte ich noch nicht. Der erste ganz intensive Kontakt mit Yoga war in meiner zweijährigen Tanzausbildung, wo sich sehr schnell herauskristallisiert hat, dass Yoga genau mein Ding ist: ich liebe stretchen genauso wie ästhetische Bewegungen, dazu noch wenig Equipment und ein gutes Gefühl. Teil der Ausbildung war auch ein kleines Teacher Training mit Steffie Erb, bei welche, wir ihr Yoga Flow System lernen durften und am Ende auch eine Prüfung hatten. Lustiger weise war ich eine absolute Katastrophe in der Prüfung und ich habe im Endeffekt nur bestanden, weil ich die Stunden davor sehr gut war und Steffie es zum Glück auf meine auf hohen Erwartungen beruhende Aufregung geschoben hat. Schon da habe ich langsam gemerkt, dass ich Yoga gerne in mein Repertoire fügen möchte und das erste mal keimte der Wunsch auf, an einem Yoga Teacher Training teilzunehmen. Bis zu dem besagten Teacher Training auf Bali im August 2015 war Yoga für mich jedoch ganz einfach eine Sporteinheit, wie wohl für viele Menschen in der westlichen Welt. Aber dazu später mehr.

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Auf unserem Dach in Brooklyn – Foto von Sally Montana

Als ich dann für 8 Monate in New York war, für ein Praktikum in Tanzwissenschaft am Harkness Center for Dance Injuries und an Studios wie Steps, Peridance und Gibeney zu trainieren, habe ich als Regeneration und Ausgleich immer öfter Yoga in meinen Stundenplan eingefügt. Hier kommen wir zu Zufall oder Unfall Nr.1: Wie das Schicksal es so will habe ich mich dann bei einem Workshop meiner absoluten Lieblingskompanie, die es leider nicht mehr gibt, verletzt und mir das Außenband meines rechten Knöchels angerissen. Zu dem Zeitpunkt war ich super fit, vlt auf dem Höhepunkt meiner tänzerischen Fähigkeiten. Ich habe es aber mit 2-4 Kursen Tanz am Tag und keinen Pausen doch etwas übertrieben. Also keine Überraschung, dass ich eine der typischsten Tanzverletzungen erlitten habe. Gott sei Dank wurde ich absolut perfekt versorgt von den Ärzten des Harkness Center und der hoch qualifizierten Physiotherapeuten. Aber kein Tanzen, kein Yoga, kein Training mehr für mich für ein paar Wochen – im Endeffekt mein kompletter Lebensinhalt in New York. Natürlich war ich am Boden zerstört und habe erstmal 3 Tage im Bett verbracht. Was soll ich denn in New York, wenn ich nicht wirklich gehen kann? Aber wenn ich es nicht schon vorher wusste, so habe ich es bei dieser Verletzung gelernt: immer wenn etwas komplett schief geht, alle Träume und Wünsche vermeintlich zerstört werden, etwas was man so sehr möchte nicht klappt, so hat es immer einen Grund den wir einfach nicht verstehen zu dem Zeitpunkt. Manchmal zeigt es sich schon nach kürzester Zeit, manchmal erst ein Jahr später.

Was machen wenn man den Fuß nicht benutzen kann? Genau, einfach die Arme und den Kopf benutzen

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Im Loft mit getapstem Fuß beim Kopfstand üben…

Ich habe mich wirklich bewusst damit auseinander setzen müssen, was ich an Interessen habe außerhalb des Physischen: Stricken? Malen? Kochen? Backen? Ich habe mich für Schreiben entschieden, was zu diesem Blog führte und habe ich angefangen Armbalances und Kopfstand zu üben. Mittlerweile gehören diese Spielereien zu meinen Lieblingsübungen im Yoga und bis dahin hatte ich den Kopfstand, den ich als schier unmöglich empfand, nicht gewagt zu probieren. Aber mit etwas Übung, viel Zeit im Loft und einem Peziball wurden Krähe und Kopfstand plötzlich möglich und haben richtig Spaß gemacht. In den Wochen, als mein Knöchel noch nicht bereit war für Tanz und schnelle Richtungswechsel, wurde Yoga ein fester Bestandteil meines Trainings und ist es seitdem.

Was ich im Endeffekt damit sagen will, ist dass man nie weiß für was Verletzungen, Rückschläge, Misserfolge und Ähnliches gut sind, aber sie gehören unvermeidlich zum Leben dazu. Egal wie sehr man versucht alles „richtig“ zu machen, wir alle erleben sie. Das Beste ist, daraus zu lernen und wenn man es zulässt, entsteht daraus etwas Neues, etwas Unerwartetes…

Deine Sinah

3 Comments

  1. Dezember 10, 2016

    […] und eben, sondern eher serpentinenartig und holprig – auch so mein Weg zu Yoga. Ich habe hier bereits Zufall Nr. 1 geschildert, der mich näher zu Yoga gebracht hat. Gerade liege ich in […]

  2. Januar 9, 2017

    […] kommt nun wohl der persönlichste und vielleicht wichtigste Teil meiner Reise zu Yoga. Wie schon in Teil 1 und Teil 2 erwähnt, hatte ich schon lange den Wunsch gehegt, an einem Yoga Teacher Training […]

  3. Juni 8, 2017

    […] Yoga und allem was ich dadurch gelernt habe, wie in meinen drei Beitragen – Part1, Part2, Part3 – über meine Reise zu Yoga beschrieben, lerne ich immer wieder mich von […]

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