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Ernaehrung, Coaching, Bewegung by Sinah

Lifestyle: Monday Blah on weight and body image

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Fotos von Andre Schönherr für Sport Bittl

Hey ihr Lieben,

hier etwas, das mir sehr am Herzen liegt. Vor allem für die wundervollen Power-Ladies überall… Das Wort zum Montag!

Falls du eine Waage zu Hause hast: nimm sie in die Hand, öffne dein Fenster – umso höher umso besser – schau kurz ob unten jemand vorbeiläuft und werfe sie im hohen Bogen aus deinem Leben. Die Anzahl der Kilos, die du wiegst, sagt absolut nichts über deine Gesundheit, deine Schönheit, dein Selbstbewusstsein oder über deine sportliche Fitness aus. Wirklich absolut nichts! Warum? Muskeln wiegen mehr als Fett!

Ich liebe das Leben auch viel zu sehr, um mich auf dieses sogenannte „ideal“ hin zu quälen. Ich fühle mich auch nicht immer komplett wohl, soll ich mal in Bikini oder Bauchfrei rumlaufen.Dann denke ich wieder daran, wie wundervoll mir dieser Körper, mit allen seinen Kurven dient und funktioniert und schon stehe ich wieder stolz und mit erhobenen Kopf da. Vor allem bei Shootings fühle ich mich oft nicht so durchtrainiert und schlank, wie ich es gern wäre. Ich denke dann, dass andere mein kleines Bäuchlein nicht nur bemerken, sondern auch bewerten. Aber das bin wohl meistens nur ich. Das ist ganz natürlich, durch die Einflüsse, denen wir uns jeden Tag aussetzen müssen, mit den Medien, Photoshop, Instagram, Werbung usw, die uns suggerieren, dass dünn sein das absolute Schönheitsideal ist. Für mich ist es GESUND und GLÜCKLICH sein, das perfekte Schönheitsideal… und wer definiert schon, wie gesund und glücklich aussieht?

andreschoenherr_DSC1991Ich war noch nie eines der zierlichen und schmalen Mädchen, die ich gerne gewesen wäre. Unter 55 kg zu wiegen, war fundamental wichtig für mein Selbstwertgefühl als Teenager. Mittlerweile habe ich mich mit meiner Statur angefreundet und ihre Vorteile für mich entdeckt, da ich es liebe einen starken und fähigen Körper zu haben. Seit ca. 4 Jahren besitze ich daher keine Waage mehr, da sie mir keinen Hinweis darauf gibt, wie gesund ich bin. Ich wiege wohl derzeit etwas zwischen 56 – 62 kg, je nachdem welche Jahreszeit gerade ist, wie viel Sport ich mache und wie viel ich natürlich esse. Sobald ich mich in meinem Körper unwohl fühle – was immer wieder geschieht – adaptiere ich meine Essgewohnheiten (die sicher dann etwas schlechter waren) und mein Training dementsprechend, bis ich mich wieder wohl fühle. Hört sich natürlich leichter an als es oft ist.

Aber was genau heißt denn „Gewicht zunehmen“?

Im Endeffekt heißt das nur, dass du mehr Energie aufnimmst in Form von Nahrung und Getränken, als dein Körper verbraucht und benötigt. Stress, Wetter und Alltag sind auch nicht zu unterschätzende Faktoren bei der Gewichtszunahme.Vor allem nach meinen „Urlauben“ wie Kapstadt oder New York letztes Jahr, nehme ich trotz Training etwas zu. Das ist normal, wenn man weg von seiner Routine kommt, dazu Reisestress und Umstellung lassen den Körper schneller Reserven speichern. Dein Körper nimmt als Überlebensmechanismus die überschüssige Energie und speichert sie in deinem Körper und das am effektivsten in Form von Fett.

Die einfachste Art Körperfett zu reduzieren ist:

– Muskelmasse zunehmen – was deinen Grundumsatz steigert (die Energie, die dein Körper verbraucht um dich am Leben zu halten)

– Weniger Energie konsumieren, um eine negative oder balancierte Energiebilanz zu erreichen

Muskelmasse nimmst du bekanntlich zu, indem du dich sportlich betätigst und dafür gibt es auch keinen Umweg. Dazu verbrauchst du bei Sport selber auch mehr Energie als auf der Couch beim Fernsehen: eine absolute Win-Win-Situation also, dieser ominöse Sport. Sport machen hat zwar den Vorteil, dass man Masse verliert, ist jedoch nur einer von vielen Gründen um heute und jetzt damit anzufangen. Aber dazu findest du in meinem Post, warum ich Sport mache mehr.

Bitte häng dich nicht an einer Nummer, wie deinem Gewicht auf. Es ist komplett normal, dass du Gewichtsschwankungen hast: niemand hat immer dasselbe Gewicht. So viele Faktoren beeinflussen deine Körperzusammensetzung: Sozialleben, Familie, Jahreszeiten, Stress, Umgebung, Arbeit, Familie, Training, mentale Konstitution und noch vieles mehr. Manche Faktoren lassen sich nicht beeinflussen, wie die kalten Jahreszeiten. Da der Körper zu der Zeit automatische nach mehr Energie verlangt und auch mehr Energie abspeichert, um sich mit Fett gegen die Kälte zu isolieren. Ihr kennt das sicher alle, dass man plötzlich Heißhunger auf ungesundes, fettiges Essen bekommt, wenn die erste Kältewelle hereinbricht.andreschoenherr_DSC6620

Versteh mich nicht falsch. Ich bin nicht der Meinung, du solltest essen was und wie viel du willst und einfach mit deinem Körper zufrieden sein, egal in welchem Zustand. Ich sage nur, du solltest dein eigenes Selbstwertgefühl nicht auf einer Nummer aufbauen und ab und du auch mal ein Auge bei dir selbst zudrücken, falls du mal etwas zugenommen hast. Nimm es wahr, akzeptiere es als derzeitigen Ist-Zustand und arbeite dich dann an deinen Soll-Zustand ran mit einer gesunden und ausgewogenen Lebensweise.

Lasst uns damit anfangen, eine vernünftige Einstellung gegenüber unserem Gewicht und eigenen Körperbild zu haben. Finde einen Weg viel Energie zu haben, gesund zu sein und vor allem glücklich mit DEINEM Körper. Finde heraus was zu deinem Körper, deinem Lebensstil und dir passt.

Deine Sinah

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