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Ernaehrung, Coaching, Bewegung by Sinah

Food: Pescetarisch – vegetarisch – vegan?

IMG_0850Hey ihr Lieben,

während der #beyondAverage Challenge habe ich mir zur persönlichen Challenge gemacht: 2 Wochen vegetarisch leben und 1 Woche vegan. Ich wollte einfach mal ausprobieren, wie mein Körper darauf reagiert und wie integrierbar es in meinen Alltag ist. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass man über Dinge erst urteilen kann, wenn man sie versucht hat. Auf Bali habe ich zusätzlich während meines Yoga Teacher Trainings 4 Wochen lang pescetarisch gelebt.

Hier nochmal die Erklärungen zu diesen 3 Ernährungsformen:

– pescetarisch: kein Fleisch, jedoch Fisch und Meeresfrüchte

– vegetarisch: kein Tier – Fleisch oder Fisch

– vegan: keinerlei tierische Produkte: Milch, Eier, Honig, Joghurt…

Ich muss sagen, ich empfinde eine strikt vegane oder vegetarische Ernährung aus ethischen Gründen äußerst schwierig, da für mich persönlich dann auch Dinge wie Lederwaren oder Kosmetik mit Tierversuchen dazugehören. Wo fängt man an, wo hört man auf. Nichtsdestotrotz konsumieren wir im Durchschnitt zu viel tierische Produkte und das meist aus schlechter und billiger Massentierhaltung.

Mein Erfahrungen:

Pescetarisch: Auf Bali natürlich wahnsinnig leicht, nur habe ich bei den 4 Wochen mich mehr nach Fleisch gesehnt, also bei meiner vegetarischen Zeit. Das mag an der Länge der Abstinenz liegen oder daran, dass ich mit dem Fleisch immer noch Tier im engeren Sinne gegessen habe. Keine sehr große Einschränkung und leicht durchführbar – Körperlich habe ich kaum einen Unterschied gespürt.

Vegetarisch: Sehr leicht in den Alltag einbaubar. Ich esse zu Hause sehr selten Fleisch oder Fisch (wenn ab und zu Lachs), da ich alleine wohne. Für mich persönlich fand ich eine vegetarische Ernährung sehr angenehm. Ich neige dazu, sobald ich außerhalb essen gehe, ein Gericht ohne Fleisch als „nicht-genug“ zu sehen oder automatisch Fleisch zu bestellen. Komplett hirnrissig, aber man kann nunmal nicht alles erklären, was in meinem Kopf vorgeht. Die 2 Wochen vegetarisch waren wie ein umprogrammieren meiner eingefahrenen Gewohnheiten. Körperlich habe ich auch einen größeren Unterschied gemerkt, da ich mich durch das vermehrte Gemüse leichter und gesünder gefühlt habe. Jedoch würde ich bei längerer Zeit als 2 Wochen auf mein Eisen, Vitamin B12 und Proteine achten. Ich habe zwar mehr Soja und Tofu zu mir genommen, als davor (ich vermeide Soja sonst soweit es geht), aber nicht als Substitut für Fleisch benutzt. Für mich ist so etwas wie vegetarische Chicken Nuggets und ähnliches einfach widersprüchlich zu der Entscheidung, kein Fleisch zu essen.

Vegan: Mir hat es ja wirklich davor gegraut, komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Ich finde, das ist besonders schwierig, wenn man es nicht aus Überzeugung, sondern als Test macht. Wie bei meinen anderen Tests wie „no sugar-no problem“ oder „after Wiesn – pre christmas“ habe ich für mich ein neues Bewusstsein geschaffen, wie viele tierische Produkte so in unseren Alltag vorkommen und verzehrt werden – komplett wertfrei. Da ich mich durch eine turbulente Woche und meine langen Tage kaum vorbereiten konnte, habe ich mich nicht besonders ausgewogen ernährt. Habe das auch am Sonntag dann wirklich gemerkt, nach einer sportgeladenen Woche war meine Energie ziemlich am Ende. Vegan ist nicht automatisch gesund, man muss gut Bescheid wissen um sich nicht mangelhaft zu ernähren. Am besten auch ein Blutbild beim Arzt machen lassen, um Mangel bei Vitamin B12, Eisen und anderen Vitaminen und Spurenelementen zu vermeiden. Bitte nicht einfach von heute auf morgen auf vegan umschalten ohne sich zu informieren oder den Körper darauf vorzubereiten.

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Resumé:

1. Ich halte nichts von einer extremen Ernährung mit strengen Verboten – egal welche

2. Balance ist und bleibt mein Stichwort

3. Ich werde vegetarisch als meine Basis beibehalten

4. Fleisch/Fisch bewusst wählen – ich esse nunmal ein Lebewesen

5. Alles in MAßEN, nicht in MASSEN!

6. Jede Ernährungsform hatte positive Seiten – finde eine bewusste, ausgewogene und gesunde Ernährung die zu dir passt

7. Ich esse keinen Thunfisch, Pangasius, billigen Dosenfisch – ich möchte Schleppnetze und die damit einhergehende Umweltzerstörung nicht unterstützen. Außerdem sterben Delphine in den Netzen.

8. Ich esse kein Baby-Tier – vielleicht ein Mädchen-Ding, aber Kalb, Lamm und Co. schmecken mir nicht und ich kann es nicht ganz mit meinem Gewissen vereinbaren

9. Essen ist Genuss, Energie und eine Investition in dich selbst – Billigfleisch vom Discounter ist keine Option

10. Dein Körper und deine Gesundheit sind dein höchstes Gut, genau so solltest du sie auch behandeln.

 

An Guadn‘ eure Sinah

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